Belichtungsdaten


Welche Dateien benötigen wir von Ihnen?


Dateien, die direkt weiterverarbeitet werden können, sind für die Druckerei und ihren Kunden der einfachste, schnellste und sicherste Weg zum Ziel.

Einige Vorgaben sind jedoch zu beachten:

Jede Datei, die mit einem DTP-Programm erstellt wurde und später auf einem fremden Computer wieder geöffnet wird, ist in ihrer Ursprünglichkeit gefährdet. Das beginnt z. B. mit nicht vorhandenen Schriften (teilweise sogar bei Namensgleichheit der Schrift) oder einfach anderen Grundeinstellungen in den Programmen.

Diese Probleme können Sie vermeiden:

Schreiben Sie eine fertige Postscript-Druckdatei oder eine PDF-Datei. Das heißt: Sie bereiten Ihre Datei soweit auf, als wenn Sie diese auf Ihrem Drucker ausdrucken wollten. Benutzen Sie dazu jedoch einen systemunabhängigen Postscript-Treiber wie z.B. Adobe PDF.

Sie liefern uns dann eine Druckdatei. Dateien, die unbearbeitet belichtet werden können, haben folgende Dateinamenserweiterungen:

  • *.prn (für Print-Datei) bzw.
  • *.ps (für Postscript-Druck-Datei)
  • *.pdf (für Portable Document Format)

Wenn Sie wissen, wie man das macht, lesen Sie hier weiter:



Wie sollen Ihre Dateien aussehen?


Für einen Satzbelichter oder eine digital erstellte Druckplatte können Sie Ihre Daten entsprechend vorbereiten. Die Datei wird dann, ohne noch einmal auf einem Rechner geöffnet werden zu müssen, direkt für die Weiterverwendung genutzt. Die Druckerei hat in diesem Fall keinerlei Einfluß auf das Aussehen der von Ihnen erstellten Arbeit, andererseits können aber auch keine Fehler nachträglich eingebaut werden. Sie sparen sich auch Kosten, die durch Anpassen Ihrer Quelldateien entstehen.


Erstellung einer Druckdatei:


Relativ wenige, aber relevante Dinge sind zu berücksichtigen:
Richten Sie auf Ihrem System einen neuen "Drucker" ein. - Wählen Sie einen Satzbelichter, der von Ihrem Rechner vorgeschlagen wird (z. B. Linotype 530). Stellen Sie die Ausgabe auf "Ausgabe an File" statt bei normaler Druckereinrichtung "LPT1:". Die ausgegebenen Daten werden in eine Datei umgeleitet.


Einstellungen die dann vorgenommen werden müssen:


  1. Das Seitenformat muß mindestens dem gesetzten Seitenformat entsprechen, sollte aber auch nicht wesentlich größer sein (Materialverbrauch). Die Länge des Materials können Sie entsprechend Ihrer Arbeit definieren, die Breite darf in unserem Fall 355 mm nicht überschreiten.

  2. Die technische Auflösung des Belichters muß angegeben werden. Für unseren Belichter 2540 dpi.

  3. Für Bilder und Farbflächen sollte die Rasterweite 155 lpi oder höher eingestellt werden (nicht geringer!).

  4. Farbbilder müssen im Modus CMYK erstellt sein, damit sie 4-farbig gedruckt werden können. (Wenn Sie Bilder scannen, sind diese immer erst im RGB-Modus und müssen mit einem Bildbearbeitungsprogramm gewandelt werden.)

  5. Achten Sie bei der Ausgabe darauf, dass Sie zusammen gesetzte Farben ausgeben (also keine Farbauszüge!). Wählen Sie beispielsweise die Option "composite unverändert". Für vierfarbige Ausgabe werden die Farbauszüge dann von uns erstellt.

  6. Wandeln Sie wenn möglich Ihre verwendeten Schriften in Kurven um - damit entfällt die Suche nach nicht vorhandenen Schriften bei uns (Bei einigen Programmen können Sie die verwendeten Schriften bei der Ausgabe auch integrieren: z.B. mit der Option "als Softfont in den Drucker laden" o.ä.).
    Beim Arbeiten mit CorelDraw beachten Sie bitte folgendes: In den Druckeinstellungen, unter dem Button "Postscript", entfernen Sie das Häkchen bei "Typ 1 Schriften laden". Jetzt werden keine Schriften mehr übertragen, stattdessen wandelt CorelDraw die Schriften in Kurven um.

  7. Rein Schwarz druckende Elemente wie Schrift und Skizzen sollen in 100% Schwarz angelegt sein. Sie müssen also darauf achten, dass die verwendete Farbe "Schwarz" wirklich nur aus 100% schwarz besteht und nicht eventuell Anteile von Cyan/Magenta oder Gelb enthält. Anderenfalls wird Ihr "Schwarz" in die 4 Grundfarben aufgerastert und führt zu unsauberer Ausgabe.

  8. Stellen Sie für die Belichtung seitenrichtige Ausgabe ein. Werden Sie nach dem Postscript-Level gefragt, wählen Sie 2 oder 3.

  9. Schon beim Scannen von Bildern und Zeichnungen müssen Sie für ein gutes Ergebnis einige Dinge berücksichtigen: Ein Foto muß eine Auflösung haben, die über der für Ihren Monitor oder Ihres heimischen Druckers liegt. Wenn Sie Bilder in 1 : 1 Größe ausgeben wollen, brauchen Sie ca. 150 - 200 dpi-Scanauflösung. Wenn Sie Strichzeichnungen (also eine technische Zeichnung) scannen, brauchen Sie 600-800 dpi Auflösung, weil sonst alle Striche "Sägezähne" haben. Dies gilt auch für abgescannte Schrift. Werden Ihre eingescannten Vorlagen größer als im Original dargestellt, müssen Sie die prozentuale Vergrößerung für die Scanauflösung berücksichtigen und entsprechend eine höhere Auflösung wählen.

  10. Verwenden Sie wenn möglich ICC-Profile um Farbverschiebungen zu vermeiden. Die aktuellsten genormten Profile der FOGRA (Forschungsgesellschaft Druck e.V.) finden Sie im Internet unter www.eci.org unter "Downloads". Benutzen Sie die ICC's für Offsetdruck.
    Für gestrichene (coated) Papiere: "ISO Coated v2 (ECI)"
    Für ungestrichene (uncoated) Papiere: "PSO Uncoated ISO 12647 (ECI)"

  11. Bei Drucksachen, die bis zum Papierrand bedruckt werden, müssen Sie die Datei größer als das spätere Endformat erstellen - an den entsprechenden Seiten + 2 mm als späteren "Anschnitt".


Treten bei diesem Vorgehen Schwierigkeiten auf,
fragen Sie uns, oder schicken Sie uns eine kleine Testdatei.
Wir helfen Ihnen dann gerne weiter.